Google Maps gibt es inzwischen in verschiedenen Geschmacksrichtung, inkl. in dem Browser inkludierte Google Earth-Variante. Eine der Variante ist die MapsGL-Version von Google Maps – präziser gesagt eine WebGL-Version von Google Maps. WebGL ist 3D-Grafik im Browser, ansprechbar per Javascript – vorausgesetzt der Browser ist in der Lage dazu (Firefox, Chrome, Safari (per Schalter im Develop-Menü)).

Die Gebäude sind dabei recht generisch umgesetzt, aber schick halbtransparent. Nettes Detail in Sachen Perfektion: die Schattenwürfe entsprechen dem Sonnenstand zur jeweiligen Tageszeit (auch der Jahreszeit?).

Googlemaps-Schattenwürfe Hamburg vs Dubai

An der Menge der in Hamburg umgesetzten 3D-Gebäude hat sich nicht viel getan. In Hamburg beschränkt man sich grosso modo auf den Bereich innerhalb des Wallrings und selbst die HafenCity ist genauso lückenhaft, wie das Fotomaterial in der Satellitenansicht veraltet ist.

Neulich beim Kunden… (1)

Bei einem Kundenmeeting kam auch die Sprache auf das firmeninternen Sicherheitskonzept beim Kunden. Dort wurde vor einigen Monden eingeführt, dass jedes Quartal die Passwörter neu angelegt werden müssen, um Schäden durch unbemerkt ausspionierte Passwörter gering zu halten.

Ungewollter Nebeneffekt dieser gut gemeinten Maßnahme: das Generieren von neuen Passwörtern in so kurzen Abständen überfordert viele Mitarbeiter, die nun daher die Passwörter irgendwo aufschreiben, per Post-It-Zettel am Bildschirm oder auf einem Aufkleber am Laptop-Boden notieren…

Firefox 10 und die erste “wahre” Version der Web Developer Tools

Seit Anfang der Woche kann Firefox 10 heruntergeladen werden. Im Frühjahr wurde bekannt dass Firefox an Firebug vorbei, sein eigenes Set an Web Developer Tools bauen will und ging mit einer Konsole und einer Javascript-Sandbox an den Start.

Mit Firefox 10 hat man sich einen weiteren Schritt gen Firebug-Substitut hin bewegt: nun ist auch ein HTML-/CSS-Inspektor inkludiert.

Firefox 10 mit ausgeklappten Inspector der Web Developer Tools

Mit der Tastenkombination Apfel + Alt + i (Windows-/Linux-User schauen bitte selber nach) kann man auf der Seite ein beliebiges Element auswählen. Es klappt dann zuerst eine Leiste mit der DOM-Verschachtelung aus und per “HTML”- oder “Style”-Button auch ein Panel mit dem HTML-Code und den für das Element relevanten Selektoren.

Firefox 10-Web Developer Tools mit Properties-Panel
Der “Properties”-Button schaltet das CSS-Panel zu einer Ansicht um, wie man sie von dem IE Web Developer Tools, aber noch nicht von Firebug kennt: einer Auflistung aller CSS-Attribute und von welchen Definitionen sie … ähm … definiert werden. Wenn man weiß, dass die Schriftgröße der Headline falsch ist, muss man sich nicht mehr durch diverse Selektoren kämpfen, die auf das A-, H1-, .entry-, H1.entry- oder sonstige Elemente wirken können, sondern kann sich gezielt das Attribut font-size stürzen und bekommt eine Liste der Selektoren die dieses Attribut ansprechen.

Ich weiß noch nicht, was ich von dem Ausbau der Web Developer Tools durch Firefox halten soll. “Konkurrenz belebt das Geschäft” für Firebug oder das Verschwenden von Energie die man woanders besser einsetzen könnte, als sich zu bemühen Firebug hinterherzuhecheln?

Firefox 10 mit dem Tools-Menü
In den Menüs hat das Werkzeug schon für Chaos gesorgt, denn der Name “Web Developer” ist identisch mit der sehr populären Erweiterung “Web Developer” von Chris Pederick und so besitzt das Tools-Menü nun zwei gleichnamige Einträge.

Pedericks “Web Developer” lässt sich weiterhin ebenso problemlos nutzen wie sich auch Firebug mit Firefox “Web Developer Tools” co-existiert – auch wenn das Aufklappen von Firebug zusätzlich zu den Firefox-Tools nicht ästhetischen Höchstansprüchen genügen mag…

Firebug bleibt unverzichtbar. Die Firefox-Tools decken noch nicht alle Bereich in der entsprechenden Tiefe ab – und solange Farbwerte nur im RGB()-Format statt im Format wie sie Stylesheet angegeben wurden (i.d.R. Hex) sind die Tools nahezu unbrauchbar. Die Konsole kommt nicht an das “Net”-Tab von Firebug heran und im Javascript-Bereich ist anscheinend der alte, klobige DOM-Inspector inzwischen rausgeflogen und noch nicht ersetzt worden.

Ich bin auf die zukünftige Entwicklung von Firebug gespannt. Opera hat mit Opera Dragonfly ein ästhetisch sehr ansprechendes Konkurrenzprodukt herausgebracht und neue Webkit-Nightlies (genauso wie Preview-Versionen von Opera) bauen CSS-Style-Profiler ein: wie lange braucht es also um bestimmte CSS-Styles zu rendern.

Es macht deutlich dass im Web Design-Bereich auch die nächsten Jahre in nicht minder hohen Tempo fortschreiten werden, wie die letzten 2-3 Jahre.