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Category: Life (page 1 of 2)

Sign/off 20200703


Was war.

Der nächste anstrengende Tag, weil die Birne nicht auf den Gleisen bleiben wollte und immer wieder an die eigene Mediokrität erinnert. Am Nachmittag ging dann nix mehr und ich bin spazieren gegangen. 8,8km. Ich bin zum ersten Mal rund um die nordwestliche Start-/Landebahn gegangen. Ein Teil davon ist ein Naturschutzgebiet: das Ohmoor, ein Hochmoor. Dann geht es in einen Wald und einer Ansammlung von Häusern, die zu groß für Schrebergärten-Hütten sind, aber zu billig aussehen, um sie als „Bungalows“ zu bezeichnen. Von der Straße geht dann ein schmaler, vollgeschlammter und mit ockerfarbenen Pferdedurchfall zugekoteter Trampelpfad wieder gen Flughafenumzäunung zurück.

Am nordwestlichsten Zipfel gibt es einen kleinen Hügel mit Ausblick. So wie der am Arsch der Welt ist, könnte der sich bei gutem Wetter dazu eignen, mit einem Kaltgetränk in der Hand, in den Sonnenuntergang zu starren.

Die zwei Stunden Spaziergang haben die Birne zumindest soweit wieder aufgegleist, dass ich danach noch drei Stunden lang ein Server-Applikations-Upgrade und die Migration testen und dokumentieren konnte. Da bin ich zwar noch nicht bei 100% angekommen, aber ausreichend weit, um Grün melden zu können.

Am Vormittag habe ich dann noch schriftlichen Input zu einer Präsentation gegeben. Also heute zumindest zwei der drei Dinge von der Liste geschafft.

Am Abend noch den Wochenendeinkauf bei Familla gemacht. 9 Kilometer mit dem Rad rauf und 9 Kilometer wieder runter. Ich glaube, es war das schlechteste Wetter, dass ich bislang bei meinen Fahrten zu Familla hatte. Bedeckter Himmel und trotzdem eigentlich zu warm. Und auf der Rückfahrt waren die Lichtverhältnisse schon grenzwertig – zumindest wenn 80% der Strecke durch Wälder und über Spazierwege führen.

Was wird.

Ich habe mir für das Wochenende ein Thema zum Zeichnen in den Kopf gesetzt. Mal sehen ob ich am Ende des Wochenendes etwas Brauchbares produziert habe (no pressure, Kai, aber es wäre für dein Ego verdammt gut, WENN DU WAS BRAUCHBARES PRODUZIERST!)

Samstag und Sonntag werde ich vermutlich Rugby gucken. Nach Neuseeland startet nun auch Australien in die Saison. Also vier Spiele insgesamt und gut ist. Mein TV- und damit Sport-Konsum wird immer geringer und ich überlege tatsächlich den NFL-Gamepass und vielleicht auch NHL.TV zu kündigen.

Übers Wochenende soll es immer wieder mal regnen. Wenn es genügend lange Regenpausen gibt, werde ich auch im Garten rumpuscheln. Ich muss für meine Erbsen noch mehr Rankgitter aufbauen.

sign/on 2020-07-03


War war.

Die letzten Tage waren aus unterschiedlichen Gründen anstrengend. Im t5-Projekt sitze ich an einem komplexen Feature im Zusammenhang mit internationalen Versionen der Website. Zur ermüdenden Komplexität trägt bei, dass ich mir Specs und „User-Story“ selbst zusammentragen muss.

Desweiteren müssen wir im Frontend bereits über Input für die kommende Überarbeitung des Design-Systems nachdenken.

Also wenig straightes „Programmieren“, sondern viel Stop & Go, viel Nachdenken, viel Kommunizieren.

Abseits der Arbeit ging es mit noch mehr Nachdenken weiter. Die Momente in denen ich den Kopf ausschalten kann und/oder unbeschwert die Stunden verbringe, sind sehr rar gesät.

Der vielleicht beste Moment der bisherigen Woche kam am Mittwochabend, beim Zeichnen während eines Telefonats. Das Zeichnen fällt mir immer noch sehr schwer. Der Verlust der Leichtigkeit (= Übung) von vor 20–25 Jahren, belastet mich. Aber beim „Doodling“ während des mehrstündigen Telefonats, ging die Blockade langsam weg und kehrte so etwas wie Spaß am Herumfeilen von Zeichnungen wieder zurück.

Nach den letzten Tagen habe ich mich dann mit einem teuren Kauf selber belohnt.

Was wird.

Ich frühstücke gerade. Ich muss gleich in die Tagesplanungen einsteigen, da ich heute im Job drei Themen anpacken muss und bei einem der Themen fürchte ich Larifari Stunden zu verbrennen, wenn ich mir nicht vorher einen roten Faden vorbereite.

Und ich will auch eine Wochenend-Planung machen um mich in Sachen Zeichnen nach vorne zu bringen. Ich kann nur selten einfach vor mich hin „doodlen“. Dazu bin ich zu kopfgesteuert. Ich muss mir was vornehmen.

Das Leben ist anstrengend. Aber seit einigen Tagen auch noch dauernd einen inneren Dialog zu führen, macht meinen Akku ziemlich leer.


Es ist Wochenbeginn. Inbox 23.


Am Wochenende habe ich den Samstag mit Sport im TV und Rumgedödel im Haus und Garten verbracht. In der Nacht auf Sonntag konnte ich wegen der Hitze (so ein Schlafzimmer im ersten Stock eines Hauses mit Südfront hat seine Nachteile…) schlecht schlafen. Ich wachte bereits um 5 Uhr auf und schlürfte runter, um das zweite Rugby-Spiel des Wochenendes aus Neuseeland zu gucken.

Der Sonntag stand ansonsten im Zeichen des Lesens. Ich habe die Inbox leer gelesen und mehrere Stunden, sehr viel länger als ich eigentlich wollte, das Internet zum Thema Accelerationism leer gelesen.

Dabei handelt es sich um eine politische/gesellschaftliche Theorie, deren Ausgangspunkt die Nicht-Reformierbarkeit des politischen und gesellschaftlichen Systems ist. Es muss der Umsturz her. Deswegen werden Konflikte forciert und beschleunigt, um die Gesellschaft zu brechen und umzustürzen. In der neuen Gesellschaft wird Technologie eine zentrale Rolle spielen.

Hinter diesen Punkt verzweigen sich dann unter dem Dachbegriff „Accelerationism“ („/acc”) etliche Varianten. Am bekanntesten ist „Right Wing Accelerationism“ („r/acc“), nicht zuletzt weil im Trump-Umfeld r/acc-affine Personen sind (Steve Bannon, Peter Thiel). Als Endziel für „r/acc“ gilt der Zerfall in kleinere kapitalistisch-autoritäre Einheiten, die von einem CEO statt von der Politik geführt werden.

Accelerationists argue that technology, particularly computer technology, and capitalism, particularly the most aggressive, global variety, should be massively sped up and intensified – either because this is the best way forward for humanity, or because there is no alternative. Accelerationists favour automation. They favour the further merging of the digital and the human. They often favour the deregulation of business, and drastically scaled-back government. They believe that people should stop deluding themselves that economic and technological progress can be controlled. They often believe that social and political upheaval has a value in itself.

Weitere Varianten sind „l/acc“ („Left Wing Accelerationism“), bei der die Technologie zu mehr Automation, kürzeren Arbeitszeiten und universalen Grundeinkommen führt.

„u/acc“ („Unconditional Accelerationism“) – der Versuch Accelerationism zu steuern, bremst ihn nur aus. Daher wird die bedingungslose Beschleunigung gefordert.

„z/acc“ („Zero Accelerationism“) – Beschleunigung, gefolgt von einem Zerfall der Gesellschaften, liegt in der Natur der Gesellschaften. Siehe Römisches Reich. Je nach Theorie, wird von Lebenzyklen von Gesellschaften von 80 bis 250 Jahren gesprochen. Accelerationism ist daher nicht notwendig.

„green/acc“ („Green Accelerationism“) – Der Klimawandel ist nicht zu verhindern und daher als Chance zu verstehen. Klimawandel wird im Kern als ein Überschuss an solarer Energie verstanden, der nur deswegen ein Problem ist, weil die Menschen ihn derzeit nicht nutzen können und deswegen Schaden anrichtet. Neue Technologien werden neue, radikal andere politische und ökologische Strukturen ermöglichen. Zugang zu Ressourcen auch außerhalb der Erde, ermöglichen es, die Widerstandsfähigkeit und Unabhängigkeit der Erde zu erhöhen.

„app/acc“ („Appropriate Accelerationism“) – Die Suche nach Universallösungen dauert zu lange. Daher sollen die Probleme herunter gebrochen werden und app/acc strebt nach kleinen, umsetzungsfähigen Lösungen für Communities statt Gesellschaften an – z.B. Urban Gardening und Vertical Farming um Nahrung zu verbessern.

Last, but not least: „g/acc“ („Gender Accelerationism“) – Den gibt es in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Die eine strebt die Abschaffung von Gender (= „soziales Geschlecht“) per kommunistische Revolution an. Unter dem Kommunismus, nach Verständnis von g/acc, kann jeder, der gerne Brötchen backt, sich als Bäcker identifizieren, ohne dass es darauf basierende Strukturen gibt (Meisterprüfung etc…). Und er/sie kann diese Identifikation jederzeit ändern. Das gleiche gilt für die Geschlechtsidentifikation. Und wo es keine Machtstrukturen gibt, die solche Identifikationen zum Machterhalt benötigen, verlieren solche Identifikationen ihre Notwendigkeit.

Die zweite Variante las sich ein unter Drogenrausch geschriebener Science Fiction-Roman. Wenn man aber die halbwegs brauchbare Quintessenz aussiebt, dann wird eine Zukunft angestrebt, in der die Technik dank künstlicher Befruchtung und Austragung, Geschlechter überflüssig machen wird. Geschlechtsteile dienen nur noch dem Spaß und können dank Technik, beliebig ausgetauscht bzw. ergänzt werden und fortgepflanzt wird per Auto-Reproduktion.


Um es klar zu sagen: ich bin kein Anhänger einer der „Accelerationism“-Theorien und ihrer politischen Richtungen. Es ist eher ein intellektuelles Interesse an den Analysen von aktuellen Problemen und den daraus entwickelten Utopien – wenn man so will, ein „Science Fiction“-Approach.


Was wird.

Die Tage ohne Cappuccino werden heute vorbei sein. Meine Pavoni hatte „unten rum“ geleckt. Ich habe den entsprechenden Dichtungsring ausgetauscht. Nach Wiedereinschalten ist wohl durch Rest-Nässe ein Kurzer entstanden, der die Sicherung hat rausfliegen lassen – und die Pavoni wollte danach nicht mehr heizen. Ich habe sie letzte Woche zur Reparatur weggebracht und kann sie heute wieder abholen – will sagen: mit dem Rad 12km in die Stadt rein und wieder raus.

sign/on 2020-06-27


Die Hitze lässt mich schlecht schlafen. Ich habe schon auf die Stufe „laufender Ventilator im Schlafzimmer“ eskaliert. Einen Vorteil hat es aber: früh auf und früh auf die Terrasse gehen und frühstücken. Neben dem Abendessen auf der Terrasse, der zweite Moment des Tages, an dem ich komplett runterfahre.

Die Arbeitswoche ist zu Ende. Ich habe diese Woche nur kleine Themen gehabt. Am Mittwoch habe ich mir wieder beim Thema „Browser-Besonderheiten“ eine blutige Nase geholt. Zum Hintergrund: es soll ein Modul implementiert werden, dass die Scrollbewegungen des Users („nach unten“, „nach oben“) bei Einblendung dieses Moduls, in ein horizontales Scrolling innerhalb des Moduls, umsetzt.

Nach dem ersten Anlauf stellte ich fest, dass es in Frefox nicht ging. Der Grund: alle(?) neuen Browser geben die Styles eines Elementes über getComputedStyle($el) als Objekt der Klasse CSSStyleDeclaration zurück. Firefox gibt aber die Styles als Objekt der Klasse CSS2Properties zurück. Hier ist transform nur eine vererbte Property und kann daher nicht mit hasOwnProperty() überprüft werden. Firefox ist bei mir negativ durch alle Property-Überprüfungen gerauscht und hat sich daher kein Stück bewegt. Die Überprüfung klappte nur mit dem Einsatz von in, weil dies auch vererbte Props überprüfen kann.

Nach dem zweiten Anlauf zickte dann die Windows-Version von Firefox herum, weil das Scrolling nurstockend klappt. Windows-Firefox ist die einzige Betriebssystem/Browser-Kombination, bei der die Werte des Scrollings per Mausrad (deltaX und deltaY des wheel-Events) nicht in Pixeln, sondern in Bildschirmzeilen („lines“) angegeben werden. Wo andere Browser “10” ausspuckten, gab Firefox nur “0.25” aus. Es brauchte eine zusätzliche Abfrage deltaMode === WheelEvent.DOM_DELTA_LINE um für Firefox/Windows einen veränderten Scrollfaktor mit zu geben.

Ich hatte am Mittwochabend einen gewissen Hass auf die Firefox-Entwickler.


Bei FM4 über „Black Dog“ von Arlo Parks gestolpert. „Black Dog“ ist eine gängige Metapher für Depressionen (der schwarze Hund, der dich begleitet) und Parks beschreibt sehr einfühlsam das Zusammenleben mit einem/einer Depressiven.

Minuten später, hatte ich alle Singles (sie hat noch kein Album herausgebracht) gekauft und heruntergeladen. Einen Überblick über das Œuvre von Parks, kann man sich auf YouTube verschaffen.


Gleich 8h30 und Beginn des ersten Super Rugby Aotearoa-Spiels vom Wochenende. Blues – Highlanders. Nach den ersten zwei Wochen dürften die Blues Mitfavorit auf den Titel sein. Die Highlanders sind eine kleine Truppe aus einer Universitätsstadt, die am ersten Spieltag überraschend die Chiefs in einem spannenden Match schlugen. Super Rugby Aotearoa ist derzeit der Sport, auf den ich mich am meisten freue.


Was war.

Auch gestern kam es beruflich anders als geplant. Gegen Mittag haben ich und meine Kollegin das CMS-Upgrade-Thema auf Eis gelegt, da es zu viele nicht geklärte technische Probleme gab (Docker vs Proxies vs Windows vs VPN) und die Backend-Abteilung erst einmal für einen nachhaltigen Durchstich sorgen muss.

Stattdessen ging es für mich wieder zurück zum Thema Microanimations. Ich habe gestern den ersten Roundtrip durch alle 47 Module geschafft. Ich werde eine zweite Runde drehen für das Feintuning. U.a. werden die Slider wohl aus den Animationen rausgenommen werden müssen. Andere Module werden etwas andere Animationen bekommen.

Meine gesäten Erbsen explodierte weiter nach oben. Der gesäte Basilikum gab ein erstes Lebenszeichen.

Nach dem Abendessen auf der Terrasse, versuchte ich meine zunehmenden Verspannungen mit einer halben Stunde Yoga von YouTube anzugehen.

Gestern Abend im Bett nicht mehr geschafft irgendwas halbwegs anspruchsvolles lesen zu wollen. Stattdessen irgendeinen Marvel-Comic per Kindle heruntergeladen und gelesen.

Was wird.

Inbox 50.

Frühstück wurde durch die Armada an Rasenmähern versaut, die mal wieder durch die Anlage fuhren und die Gemeinschaftsflächen niedermähten.

Beruflich ist heute wieder Projektmeeting über Chat angesagt. Meistens ist meine Birne nach den 4–5 Stunden derart durchgewalkt, dass ich dann auch Feierabend mache.

sign/on 2020-06-16

Kurz nach sieben aufgewacht und eine Stunde später auf der Terrasse frühstücken.

Der gestrige Arbeitstag hatte einen anderen Schwerpunkt als erwartet: gemeinsam mit einer Kollegin haben wir auf unseren Arbeitsrechnern versucht, das Upgrade des High-End-CMS zu installieren. Sieben Stunden später war dann auch mein Upgrade so weit, dass es das CMS “durchbauen” konnte. Heute versuchen wir den Frontend-Workflow in Gang zu bekommen.

Gestern bin ich Patenonkel geworden. “NJ” ist gestern mittag auf die Welt gekommen.

Am Abend gab es für mich doch kein ALBA — LuBu oder andere TV-Aktivitäten. Stattdessen habe ich im Garten Erbsen-Keimlinge zur Vereinsamung umgepflanzt und auf der Terrasse mit Westblick, in der untergehenden Sonne Backofen-Kürbis gegessen und gelesen.

Heute, wie oben beschrieben, geht es mit dem CMS-Upgrade weiter und was ich am Abend mache, weiß ich noch nicht.

sign/on 2020-06-15

Das Wochenende ist vorbei. Ich habe gestern noch einigen Kleinkram gemacht: knapp die Hälfte der eingekauften Stauden sind eingepflanzt. Ich habe eine Comic-Rezension angefangen. Nach dem Austausch einer Dichtung und dem Zusammenschrauben, hat meine Pavoni am Samstagabend beim Einschalten noch die Sicherung rausgeknockt. Nach dem Trocknen über den Sonntag, aufschrauben und wieder schließen, hat gestern Abend das Einschalten geklappt. Heute morgen die Maschine dann wieder eingeschaltet, um einen ersten Durchlauf zu machen: sie heizt leider nicht. Uups.

Das Frühstück auf der Terrasse wird leider durch irgendwelche Bauarbeiten in der Häuserzeile gegenüber gestört.

Beim Job arbeite ich heute an den Microanimations weiter. Die Modulliste ist zwar abgearbeitet, aber nach Abgleich mit unserer Pattern-Bibliothek habe ich sieben weitere Module in die Liste eingetragen. Wenn die durch sind, muss ich durch sehen, ob alle Module wirklich passende Animationen bekommen haben.

Brot neigt sich dem Ende entgegen. Ich werde heute Abend einen neuen Teig aufsetzen.

Der Tag verspricht trocken zu werden. Ich werde vielleicht anfangen die Erbsen-Keimlinge zu vereinsamen oder die restlichen Stauden einpflanzen.

Heute Abend wird für die BBL-Playoffs der Viertelfinal-Gegner für die Bayern gesucht: der Verlierer von ALBA — LuBu.

sign/off 2020-06-13

Der Matschbirnen-Tag fing mit Aufwachen um kurz vor Sechs an, als meine Smart-Watch eine Notification bekam und kurz vibrierte. Die Warn-App NINA warnte vor einem Unwetter in Hamburg. Und so döste ich im halbwachen Zustand noch eine Stunde beim Geräusch von Regenplätschern statt Vogelgezwitscher und im Wissen, das meine Wäsche auf der Terrasse durchgenässt wird.

Richtig klar bekam ich den Kopf während des restlichen Tags nicht mehr – dank schwüles Wetter und Verspannung im Nacken.

NINA warnte mich im Laufe des Tages noch vor dem 12 Uhr-Unwetter, dem 16 Uhr-Unwetter, dem 19 Uhr-Unwetter und dem 20 Uhr-Unwetter sowie drei weitere Vorwarnungen bzgl. eines abendlichen und nächtlichen Unwetters.

Den meisten Spaß am Tag hatte ich morgens mit dem Neustart der neuseeländischen Rugby-Saison und am Abend mit dem Halbfinalrückspiel im italienischen Pokal. Super Rugby Aotearoa servierte einen Thriller mit zwei Dropgoals in den letzten zwei Minuten und dem Siegtreffer durch den Sohn des Trainers der gegnerischen Mannschaft. Das Rugby-Spiel hat mehr Laune gemacht, als all den Fußball, den ich seit Mitte der Woche nebenbei plätschern ließ (3x Spanien, 1x italienischer Cup gestern, 2x Dritte Liga).

Immerhin konnte ich am Abend meinen Gattuso-Man Crush ausleben, dank des Einzugs von Napoli ins Pokalfinale.

Der restliche Tagesrhythmus wurde durch das Wetter bestimmt. Wäscheständer rein, raus, rein, raus, rein. Vor dem 19 Uhr-Unwetter konnte ich noch rechtzeitig sechs Stauden pflanzen (3x Gold-Garbe, 3x Aster) und zwischendurch knapp zwei Dutzend Nacktschnecken per Schaufel in hohem Bogen aus meinem Garten werfen.

Immerhin scheinen die Schauer das Wachstum meiner Erbsen und der Rasennachsaat zu befördern.

Am Abend dann einen Dichtungsring meiner lecken La Pavoni ausgetauscht.

Unterm Strich hat sich der Tag nicht gut angefühlt, sondern mehr wie eine Ansammlung von nichtigem Kleinkram.

sign/on 2020-06-12

Meh. Das Blog wieder zu lange vernachlässigt. Mal einen neuen Ansatz versuchen.


Ich komme heute nicht aus den Puschen. Gegen sechs Uhr aufgewacht, aber versucht die Müdigkeit rauszudösen. Gegen sieben Uhr aufgegeben und aufgestanden. Frühstück gemacht. Zu kalt und zu feucht um auf der Terrasse zu frühstücken. Zweieinhalb Stunden und zwei Tassen Kaffee später, liegt immer noch eine bleierne Schwere übers Hirn.

Beim Projekt „t5“ mache ich weiter bei der Umsetzung von Microanimations für unseren Modul-Baukasten. Außerdem wird heute ein bevorstehender Release getestet. Bei etwaigen Regressionen bin ich heute der einzige Ansprechpartner für das Frontend.

Am späten Nachmittag ist, wie immer, Wochen-Rechnungsabschluss. Also die Stundenzettel schreiben und abgeben. Am Abend werde ich zum wöchentlichen Einkauf gen Famila aufbrechen. Das Wetter macht mir schon richtig Bock auf die Fahrt entlang der Tarpenbek und U1.

Für heute hat sich endlich die lang erwartete Lieferung von Stauden angekündigt – die ich aber vermutlich erst morgen im Garten einpflanzen werde. Und irgendwo am späten Nachmittag und Abend werde ich noch TV-Sport einschieben. Auf der Liste steht bei mir heute nur Fußball: das Sevilla-Derby von gestern, Meppen – Halle aus der dritten Liga und italienischer Pokal mit Juve – Milan. Das Valencia-Derby liegt eigentlich schon außerhalb meiner TV-Zeit.

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