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Category: Life (page 2 of 4)

Was war. Im Garten.

Long time. No see.

Im Garten zahlt sich langsam der Schwenk aus, statt direkt ins Beet auszusäen, erst Keimling aufzuziehen (z.B. in leeren Obstschalen oder Vliestöpfen).

Roundabout zehn Wochen nach Aussaat, nähern sich die ersten Zucchinis der Ernte.

Topf mit Zucchinis
Vliestopf mit Zucchinis und Zucchini-Blüten

Ich habe die Zucchinis wegen ihrer Blüte lieb gewonnen. Farblich scheint die Blütte genau mittig zwischen gelb und orange zu hängen. Die ist massiv, fleischig, ein bisschen behaart und faltig. Und sie ist selten länger als einen Tag offen.

Die Erotik der Zucchini wird bei Betrachtung der Blüte deutlich: es gibt männliche und weibliche Blüten – wenn man so will: mit Penis und Vagina, pardon: Stempel und Fruchtknoten. Die Samen des Stempels werden dabei durch Bienen oder den, durch die grelle Farbe angelockten, Ameisen transportiert. Oder halt per Hand…

Männliche Zucchiniblüte
Männliche Blüte
Weibliche Zucchiniblüte
Weibliche Blüte

Zu meinem nächsten Faszinosum: meine Tomatensträucher. Irgendwann im Mai oder Juni entfernte ich aus einer Supermarkt-Tomate die Kerne und legte die Kerne zum Trocknen auf Küchenpapier. 2–3 Tage später legte ich sie in Aussaatschalen. Daraus wurden Keimlinge, die ich in pikierte und in größere Aufzuchttöpfe vereinzelte. Und daraus sind ca. 30–40 Tomatensträucher geworden, die ich teils in Beete, teils in Vliestöpfe gepflanzt hatte. Ab einer bestimmten Größe werden sie von den Schnecken auch noch kaum angerührt.

Vor einer Woche fingen die ersten Sträucher an zu blühen und heute sind die ersten Tomatenfrüchte zu erkennen – womit sich langsam der Kreislauf von Kern in Tomate zur Tomatenfrucht schließt.

Tomatenstrauch mit Blüte (oben) und Früchten (unten)
Tomatenstrauch mit Blüte (oben) und Früchten (unten)

Bereits abgeerntet: meine Marker-Erbsen. Aus den beiden Vliestöpfen habe ich ca. drei Handvoll Erbsen geerntet und inzwischen eingefroren.

Reife Erbsen
Reife Marker-Erbsen

Die Pflanzen haben die zwei Wochen Trockenheit & 30+xº C gut überstanden. Trotzdem vermisse ich in meinem Garten schattenspendende Bäume. Wenn die Sonne mittags ums Haus gebogen kommt, gibt es bis Sonnenuntergang keinen Schatten mehr.

You’re unlikely to get everything you want. That’s a good thing, because wants are part of what define us.

sign/on 2020-07-28

Astern
Die Limits der iPhone 6s Software-Photografie: die milka-violetten Astern bekommen eine weiße Blüte mit violetten Rand.

Was war.

Den Zahnarzt-Termin überstanden. Nach einer halben Stunde um einige Wurzelreste erleichtert, wieder raus. Nach dem ich mit einem zehnminütigen Spaziergang meine Fitness getestet habe, schwang ich mich wieder aufs Rad und fuhr die 12 Kilometer gemütlich zurück. Nach vier Stunden war die Betäubung weg. Die Ibuprofen blieben unangetastet. Nächste Eskalationsstufe nächsten Dienstag.

Heute morgen wirkt der gestrige Tag wie der erste Tag seit drei Wochen, in dem die Birne nicht in in einer tiefliegenden Wolkendecke steckte – was faktisch nicht ganz richtig war, denn auf der Fahrt in die Stadt war der Kopf noch in jener Wolkendecke.

Beim Großprojekt „t5“ kam es wie erwartet: ich soll mit dem Umbau einer Kernfunktionalität der Website anfangen. Ich freue mich drauf, da ich die Hoffnung habe, dass das neue Konzept einiges entschlackt und die Barrierefreiheit massiv verbessert.

Nach Ende der Betäubung, am frühen Abend, gab es noch eine Code-Review eines Moduls, dass den Redakteuren (und Besuchern) noch einige WTF-Momente bescheren wird.

Nach ca. 30 Jahren wieder den Stolz meiner Comic-Sammlung zusammengesucht und angefangen zu lesen: „Metropol“.

Zum ersten Mal bei meinem abendlichen Rundgang kein Dutzend Nacktschnecken eingesammelt. Prompt am nächsten Morgen eine angeknabberte Tomaten-Pflanze in jenem Beet gehabt, das die Nacktschnecken bis dato in Ruhe ließen.

Meine älteste Zucchini-Pflanze treibt die nächste Blüte aus. Wieder eine männliche Blüte.

Was wird.

Es geht in „t5“ weiter mit dem Umbau der Kernfunktionalität. Heute geht es noch um den Aufbau des Markups und des CSS. Ansonsten nichts auf dem Zettel.

Was war.

Zeig‘ mir deinen Stundenzettel und ich sag‘ dir, wie deine Woche war“:
Sie war nicht gut, aber besser. Die bleiernde Schwere im Kopf kehrt immer noch regelmäßig zurück.


Nach dem ich das Fahrrad nach den gerissenen Schaltzügen zwar wieder fahrbar machen konnte, aber die Schaltvorgänge auch nach Wechsel der Schalthebel/Schaltzug-Kombi wie shit waren, ging ich zum Fahrradhändler meines Vertrauens, ließ mich beraten und hatte einen Tag später, ein komplett neues Rad.

Bye Bye „Bahnhofsrad“. Vor knapp drei Jahren für 150 Euro bei einem Fahrrad-Secondhand-Händler erworben, hat es mir wichtige Dienste geleistet. Es half mir beim Umzug von der alten Wohnung ins Haus. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr via Fahrrad statt ÖPNV gemacht und mich wieder zum Radfahren gebracht. Ich werde wohl in Bälde meine HVV-Jahreskarte zurückgeben.

Das neue Rad ist, ich hatte es nicht erwartet, ein Rad mit Nabenschaltung. Diese gelten inzwischen als pflegeleichter und 8 Gänge reichen mir voll und ganz (auf dem Bahnhofsrad hatte ich zu 90% eh nur die sieben Gänge des mittleren Kettenblatts verwendet). Der Händler ließ mich sogar eine halbstündige Fahrt zum Krohnstiegtunnel mit seiner Abfahrt und Steigung machen, um zu testen, ob acht Gänge wirklich ausreichen.

Der Mann hinterm „Fahrradladen Fuhlsbüttel“ (ehemals am Heschredder, nun im ehemaligen Sportgeschäft Künzel, Erdkampsweg/Ecke Etzestraße), lebt seinen Job. Schaut ihm zu, wie er sich jederzeit für alle Menschen, von Kids ab 5 bis Opis und Omis jenseits der 70, die Zeit für Hilfe und Beratung nimmt.


Ich habe mit dem Joggen (wieder) angefangen. Ich bin momentan noch im „Überlebensmodus“ – mir reicht es, wenn ich die (kümmerlichen) 2,2km komplett durchlaufe ohne anzuhalten. Bonus: die Kilometerzeiten unter 6 Minuten halten.

Mit den Chemical Brothers hat sich das Laufen besser angefühlt. Mit Pond bin ich die bessere Zeit gelaufen…


Weiterhin viel im Garten gemacht. Ich habe zahlreiche Stellen mit hohen Gräsern abgemäht, um den Nacktschnecken Herr zu werden (in den letzten fünf Nächten zwölf Dutzend Nacktschnecken entfernt und woanders ausgesetzt). Meine Tomatentriebe sind in der Anzucht inzwischen so groß geworden (5cm), dass sie fast ausnahmslos von den Schnecken nicht mehr angefasst werden.

Unkraut gejätet und Rasen ausgebessert. Die Astern fangen zu blühen an. Die Zucchinis zeigen ihre spektakulären Blüten – allerdings alles nur männliche Blüten und damit noch fruchtlos.

Die Menge an Basilikum schreit danach, diese Woche einen größeren Vorrat an Pesto zu produzieren.


Geholfen. Glaub‘ ich zumindest. Hat sich gut angefühlt.


Mich am Sonntag im Internet nach Möbeln (Badezimmerschrank, Hochtisch) blöd gesucht. Die Chancen sind gewachsen, dass ich zum Tischler laufen werde.

Was wird.

Morgen geht es beim Zahnarzt erstmals ans Eingemachte – er riet davon ab, mit dem Rad wieder nach Hause fahren zu wollen (ich fahre trotzdem mit dem Rad hin – danach stehen mir alle Optionen offen: U-Bahn, zu Fuß etc… schaun‘ mer mal).


Jobtechnisch weiß ich noch nicht genau, was die kommende Woche bringt. Möglicherweise werde ich schon zum Neubau eines Features losgeschickt, bei dem die Specs zu 95% zu stehen scheinen.


Die Woche ist wenig verplant. Mein etablierter Tagesablauf hat sich in den letzten Wochen komplett aufgelöst. Einerseits ist es spannend, morgens um 7h08 noch nicht zu wissen, was man abends um 19h08 macht. Andererseits zeigt es die Leere, die sich hinter der Fassade gebildet hatte.

sign/on 2020-07-18


Was war.

Planungsänderung gestern. Kurz nach dem ich den Blogeintrag schrieb, verspürte ich den Drang am Abend runter zur Elbe zu fahren, einer meiner … nennen wir es mal „spirituellen Plätze“. Bis Klein Flottbek fahren. Dann den am Hang gelegenen Jenisch Park runter bis zur Elbe bei Teufelsbrück und dem Sonnenuntergang entgegen, entlang der Elbe zum Blankeneser Treppenviertel und dort zickzack durch die schmalen Gassen rauf in den Blankeneser Stadtkern.

Ich bin noch nie mit dem Rad da unten hingefahren. Google, OpenStreetMap und naviki.org spuckten für die Strecke unterschiedliche Varianten für Zickzack-Wege aus. Ich entschied mich ab der Start-/Landebahn Niendorf den „Zweiten Grünen Ring“ zu nehmen, der die Vorteile hatte, gut ausgeschildert zu sein und größere Straßen zu meiden.

Von der Landebahn ging es via Niendorfer Gehege, zur S-Bahn Stellingen, an den Arenen vorbei, durch den Altonaer Volkspark, entlang des Teilchenbeschleunigers DESY und dem Elbe Einkaufszentrum vorbei, zum Botanischen Garten und Klein Flottbek, wo ich mein Fahrrad abstellte.

Statt der von Google & Co. ausgespuckten 18km, wurden es 20km. Das lag daran, dass wirklich jedes Fitzelchen Grün gesucht wurde und die Strecke insbesondere zwischen dem Niendorfer Gehege und Stellingen absurd Zickzack führt. Alle 50m musste du wieder irgendwo abbiegen. Hat zwar genervt, war aber trotzdem interessant zu sehen, wie du tatsächlich auf 20km nahezu nur grüne Wege benützt.

Auf dem Rückweg habe ich die ersten „Optimierungen“ an dem Streckenverlauf genommen und zwischen Stellingen und der Landebahn zwei Kilometer gespart – über die Vogt-Kölln-Straße, der Kollau und Schmiedekoppel entlang war es nur geringfügig weniger Grün.

Die Fahrt per Rad runter zur Elbe plus die relativ große Menge an freitagabendlichen Spaziergängern, führte dazu, dass ich mich nicht so schnell runterpegeln konnte, wie sonst gewohnt. Mir ging die ganz große Muße ab und ich bekam die Birne nicht so aussortiert, wie ich es mir gehofft hatte.

Was wird.

Der nächste Morgen, an dem ich grundlos, um halb Sechs aufwache – dezent gerädert.

Das Tagesprogramm: Rugby-Spiele im Fernsehen, Gartenerde kaufen, die Gangschaltung des Fahrrads noch einmal checken, Lesen und vielleicht Zeichnen.

sign/on 2020-07-17


Was war.

Weiter auf der Suche nach Fokus und Konzentration bei der Arbeit. Ist es fehlende Energie? Ist die Birne zu sehr mit anderem Zeug beschäftigt? Ist es das Ticket? Ich bin noch auf der Suche nach Antworten.

Mein Schlaf ist kürzer als sonst. Letzte Woche war es im Schnitt eine Stunde und diese Woche 40 Minuten pro Nacht weniger als sonst.

Gestern Mittag Feedback bekommen und noch etwas angeschoben. Wird aber erst Mitte August los gehen.

Die Ersatzteile für das Fahrrad trafen gestern ein. Neuen Schalthebel mit neuen Bowdenzug verbaut.

Gestern Abend doch so gut wie nicht zum Zeichnen gekommen – abgesehen von einem Scribble im Bett. Nach der Arbeit ging es stattdessen zu meinem wöchentlichen Einkauf rauf nach Norderstedt – mit dem Rad. Die Gangschaltung ist zwar halbwegs repariert, aber die Verteilung der Gänge ist shit. Ich muss mir das noch einmal angucken. Nach dem Verbauen der neuen Teile sprang die Kette beim Raufschalten vom zweiten in den vierten Gang, aber beim Runterschalten vom dritten in den ersten Gang. Während der Fahrt zum Einkaufen habe ich am Schalthebel auch noch an einer Einstellschraube rumgefummelt und hatte nur noch die Gänge 1 – 4 zum Schalten…

Neues Rad ante portas. Mein Lieblingsradhändler hat bevorzugt Victoria. Seine Konkurrenz gegenüber Stevens und Böttcher. Alles mehr oder weniger die gleiche Liga.

Was wird.

Ich habe mir fest vorgenommen, mich heute besser auf die Arbeit zu fokussieren. Keine Ahnung wie. Pomodoro-Technik, versuchen an positive Dinge zu denken, 5 Minuten lang vor mich hin doodlen – irgendwie sowas. Der Stundenzettel wird diese Woche so oder so erbärmlich ausfallen.

Wetter soll gut bleiben. Am späten Nachmittag werde ich die letzte oder vorletzte Gräser- und Unkraut-Rupf-Einheit einlegen. Heute und/oder morgen muss ich mir noch Gartenerde (in Fahrrad-kompatiblen 10-Liter-Säcken bei Budni) besorgen.

Am Abend dann vielleicht Zeichnen oder vielleicht das Super Rugby AU-Spiel vom Vormittag angucken.

Tomatenkeimlinge
Die Tomaten bilden ihre ersten Blätter über die Keimblätter hinaus.

Was war.

Am Sonntag meine bis dato längste Radtour „überlebt“ trotz widriger Umstände. Auf meiner Fahrt nach Neugraben, via Alter Elbtunnel, Freihafen und Moorburg (35,2km), riß mir zirka auf halber Strecke der Bowdenzug für die Gangschaltung hinten. Der Umwerfer sprang damit auf den kleinsten Ritzel, a.k.a. der höchsten Übersetzung. Die zweite Hälfte hatte ich also nur noch drei der 21 Gänge zur Verfügung. Die Bekannte wohnt am Rand der Schwarzen Berge und mitten in einer recht scharfen Steigung. Mehrere hundert Meter vor Ziel musste ich absteigen, weil ich nur mit so viel Druck auf den Pedalen hoch kam, dass die Kette immer wieder abrutschte. Hey, es ist immer noch mein „Bahnhofsrad“ für 150,– €…

Bei der Bekannten konnte ich immerhin für die Rückfahrt die Einstellung am Umwerfer so verändern, dass die Kette „nur“ noch auf dem vierthöchsten Ritzel lag und sich damit die drei verbliebenen Gänge etwas brauchbarer verteilten.

Dafür verfuhr ich mich in Neuwiedenthal und im Harburger Hafen derart komplett, dass aus den 38km 42km wurden. Danke Bezirk Harburg, für eure absurd schlechte Ausschilderung der Velorouten. Grundsätzlich schade. Wenn die Abbauarbeiten an der Wilhelmsburger Reichstraße beendet sind, steht da ein echt gutes Stück Fahrrad„autobahn“ zwischen Harburg und Veddel zur Verfügung.


Birne ist wieder müder geworden und schreit nach Gratifikation, Gratifikation! Sorry pal, durch die Nummer müssen wir beide durch und das wird dauern, bis wir übern Berg sind. Immerhin, so‘n büschen was, ist angeschoben.

Gestern den Kontakt zu einem Bekannten wieder angeknüpft und Birnen-Austausch gemacht. Wollen wir nun regelmäßig machen.


Im Job bleibt mein aktuelles Ticket eine Qual und die Prokrastination lockt gar häufig. Immerhin geht es in Trippelschritten gen Etappenziel. Aber mein Stundenzettel wird diese Woche recht luftig ausfallen.

Things I watched.

Irvin Yalom – Psychotherapeut aus Leidenschaft, Sternstunde Philosophie von SRF Kultur, Oktober 2014

Was wird.

Ich hoffe heute dieses eine Ticket so über die Rampe schieben zu können, dass es bis zum nächsten Input „on hold“ geschoben werden kann.

Ein bis zwei Dinge anschieben.

Je nach dem wie der Tag läuft, geht es nach Feierabend wieder in den Garten und/oder vors Zeichentablet.

sign/on 2020-07-11


Was war.

<Metapheralarm>Das waren drei fast durchgängig verregnete Tage. Aber seit gestern Nachmittag kommt die Sonne wieder durch</Metapheralarm>

Die Arbeit verlief eher zäh. Es war mit meiner Konzentration nicht weit her. Außerdem poppten abseits meines Haupttickets immer wieder andere Themen auf. Dem Hauptticket selber, ein Feature im Kontext der unterschiedlichen nationalen Websites, fehlen die klaren Spezifikationen. Die muss ich im Laufe der Entwicklung selber ausarbeiten und an Projektleitung und Backend zurück spielen. Zusätzlich muss ich Dummy-Daten und deren Strukturen entwickeln. Also mehr Stop‘n‘Go als Autobahn.


Ich habe meine Birne wieder frei bekommen. Viel gelesen, viel telefoniert, viel nachgedacht und viel spazieren gegangen um alles zu verarbeiten. Wenn ich das alles verinnerliche, was ich verarbeitet und mir vorgenommen habe, dann markiert die Woche für mich einen genau so wichtigen „Heureka“-Moment, wie meine beiden anderen Heureka-Momente im November 2017 und Februar 2018. Anschauen. Erkennen. Verstehen. Verinnerlichen. Agieren und Reagieren. Sich öffnen. Sich zeigen. Von alleine auf andere zugehen.


Einige Abos gekickt. NY Times gekündigt (zu wenig gelesen), Eurosport-Player, NFL und NHL gekündigt. Mein TV- (und damit Sport-)Konsum findet derzeit nur an Wochenenden statt und eigentlich sogar nur für die Rugby-Spiele am Samstag und Sonntag statt.

Was wird.

Der Samstagvormittag steht wieder im Zeichen des Rugbys. Durch das frühe Aufstehen („senile Bettflucht“) kann ich das Freitagsspiel von Super Rugby AU nachholen, bevor es um 8h30 zum Livespiel nach Neuseeland geht, gefolgt vom zweiten Australien-Spiel ab ca. 11h.

Drum herum drapiert sich Haushalt, Lesen, Garten und anderes Zeug. Am Abend will ich gucken, dass ich wieder zum Zeichnen komme.

Morgen steht meine längste Radfahrt mit meinem Rad (und ich glaube: ever) an: eine Freundin in Neugraben besuchen. Einmal quer durch Hamburg, vom nördlichen zum südlichen Stadtrand und zurück. Macht pro Fahrt 35 Kilometer.

sign/off 2020-07-08

Von „Bundaberg“ gibt es ein recht markantes „Ginger Brew“. Wer das kennt, der wird diese ganz spezielle Süße, die dort dem Ingwer beigemischt wurde, auch hier (und in der Blutorangen-Variante) wieder erkennen. Kann man mal machen, aber schmeckt jetzt nicht sensationell anders als Zitronen- (oder Blutorangen-)Limonade

Was war.

Am Dienstag das lange vor mich Hergeschobene begonnen und es war unspektakulär – wird mich aber noch, je nach Variante noch einige Monate bis hin zu einem Dreivierteljahr begleiten.


Es bleibt dabei: die Strecke von mir zur Innenstadt, am Alsterlauf und Außenalster entlang, die ist richtig gut für Radfahrer ausgebaut und macht Spaß zum Fahren.


Am späten Nachmittag für den Job mich ‘ne Stunde vor dem Rechner hingesetzt, geärgert, aufgestanden, Rechner in den Ruhezustand gesetzt und erst mal zwei Stunden was anderes gemacht und sich einen neuen Ansatz überlegt. Am Abend mich ‘ne Stunde vor dem Rechner hingesetzt, geärgert, aufgestanden, Rechner in den Ruhezustand gesetzt, zur Startbahn am Krohnstiegtunnel spazieren gegangen und die Sonne über die Startbahn untergehen sehen. Neuen Ansatz überlegt. Heute morgen dann umgesetzt. Im dritten Anlauf.

Ich habe mir beim Versuch eine Vorlage in eine Website-Modul umzusetzen, zweimal eine blutige Nase geholt (Flex: nope, Grid: nope). Beim dritten Mal habe ich den Seitenspiegel weggeschmissen und dann war alles gut.


Mittwoch ist immer der Meeting-Tag mit 5–6 Stunden Audio-Meeting im Kollaborations-Tool (inkl. 1 Stunden Mittagspause). Für Frontendler (wie mich), durchaus anstrengend, weil man bei den vorgestellten (statischen) Designs im Kopf immer wieder Edge-Cases, Problemstellen und unterschiedliche Viewports durch geht.


Danach den Mittwoch Mittwoch sein lassen und mich der Gartenarbeit gewidmet. Das Wetter ermöglichte es endlich den Rasen wieder mähen zu können und die Hecke zu schneiden.

Außerdem erstmals seit ein–zwei Wochen wieder abends auf der Terrasse gegessen.


Es gibt Momente am Tag, da fängt die Birne wieder an zu überlegen, wohin ‘s Leben laufen soll.

Wenn ich zu Fuß ein lange Strecke gehe, dann starre ich nicht auf das ferne Ziel am Horizont. Stattdessen senke ich den Kopf und blicke nach unten, knapp vor meine Füße, und schaue zu, wie meine Füße einen Meter Weg nach dem anderen absolvieren – im Wissen wohin es geht und im Vertrauen, dass du irgendwann ankommst.

Das geht der Birne derzeit häufig ab. Kein Wissen und kein Vertrauen. Und die beunruhigende Frage: woher soll sie?

Was wird.

Im Großprojekt „t5“ muss ich für morgen noch Anforderungen für das oben erwähnte Modul Richtung Backend formulieren. Ich hoffe zudem, dass der abgezeichnete Stundenzettel in meiner Mailbox liegt und ich damit den Monat abrechnen kann.

Außerdem schlugen heute Update-Wünsche von gleich zwei meiner kleineren Kunden auf, die ich irgendwie morgen noch reingeschoben bekommen sollte.

Zucchini-Keimling
Zucchini-Keimling

Was war.

Ich habe am Wochenende „natürlich“ meine eigene Messlatte gerissen und am neuen Zeichentablett nichts wirklich Produktives hervorgebracht. Am Samstag hatte ich die Umstellungsprobleme am neuen Tablett unterschätzt. Alles was dem Zeichenflow im Weg steht. Wo sind im Zeichenprogramm welche Paletten. Warum kann ich die Zeichenfläche auf einmal nicht mehr rotieren. Wie komme ich an Aktionen ran, die ich bislang per Tastaturkürzel aufrief, aber an die ich nicht rankomme, weil die Tastatur nun zu weit weg ist? Ich bin einfach nicht reingekommen.

Dazu kam meine „geistige“ Einstellung. Zu früh zu viel gewollt. Das Motiv im Kopf erwies sich als unbrauchbar, weil es einen zu aufwändigen Hintergrund hatte, den ich mir gedanklich noch nicht ausreichend ausgemalt hatte.

Was einmal mehr zeigt, dass meine Probleme mit der Rückkehr zum Zeichnen, die fehlende Praxis, nicht nur eine Frage der Zeichentechnik ist, sondern auch des Reinkommens, der Denke, des Umschaltens im Kopf.


Die Birne arbeitet immer noch viel. Aber ich habe am Wochenende viel telefoniert, viel gelesen und viel geschrieben und wieder … hmmm … „Kraft“? geschöpft um an mich zu arbeiten.


Ich habe nicht viel im Garten gearbeitet. Es gab quasi stündlich Schauer oder stundenlangen Nieselregen. In den Gemüsetöpfen kommt alles rausgeschossen und ich habe immerhin zwei Rankgitter für die Erbsen gebastelt und Tomaten-Keimlinge pikiert.


Im Job war gestern weiterhin das Server-Applikations-Upgrade und Migration das vorherrschende Thema. Gestern Abend habe ich den Durchstich geschafft und das Frontend erfolgreich migriert – auch wenn ich noch nicht weiß, wie dicht an 100% die Migration gelungen ist und ggf. die eine oder andere Migrations-Mechanik noch mal diskutiert werden muss.

Was wird.

Kurz nach der täglichen Telko werde ich mich für ein paar Stunden aus dem Job ausklinken und in die Stadt fahren, um etwas zu beginnen, was ich seit langer Zeit vor mich herschiebe. Ich weiß noch nicht wie es sich anfühlen wird.

Ma‘ gucken was der Tag bringen wird.

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